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The Saxophone Theatre
         Charlie Parker Is Dead

Charlie Parker, die Legende zu Lebzeiten, Gründer des Bebop, eine Figur, die den Jazz und das Saxophonspiel revolutioniert hat und bis heute prägt. Aber auch eine Legende des Verbrennens als Künstler, der mit seiner nur fünfunddreißigjährigen Lebensspanne das Motto der Rockmusiker der Spätsechziger vorwegnahm: live fast love hard die young.

Was macht eine bahnbrechende musikalische Persönlichkeit aus? Und woher nimmt sie ihre Kraft und Unbeirrtheit? Die Aufführung befasst sich mit wichtigen Momenten seines Lebens, vom musikalischen Höhenflug bis zum völligen Absturz in Drogensucht und Psychose, nicht zuletzt auch mit dem Hunger nach Frauen und überhaupt dem Leben in allen seinen Erscheinungen. Charlie Parker ist tot - und was nun, wie geht es mit der Musik weiter? Das Spiel basiert auf der Interaktion zwischen Schauspielern, Tänzerinnen und dem renommierten Saxophonisten Matthias Schubert. Es spielt ein internationales Ensemble: Eddie Jordan, Michael Mill, Swarna Rautiainen, Svetlana Smertin, Regie George Nowak. Ein Projekt des stadTheaters.

 

 

 

 

 

 

 

DAS KASSELER RAD DER ZEIT

in Zusammenarbeit mit dem astronomisch-physikalischen Kabinett der Museumslandschaft Kassel

(Foto: Ute Brunzel)

Stellen Sie sich vor, sie werden von einer Museumswärterin oder einer Tänzerin an der Hand genommen und in einen abgedunkeltem Raum geführt, in dem nach und nach eine Standuhr oder anderes Instrument angeleuchtet wird. In Verbindung mit der Uhr figuriert ein Tänzer, eher statuarisch, ein lebendiges Gegenpol zum Exponat, und vollzieht subtile Bewegungen mit den Armen und Beinen. Die Sammlung wird „zum Leben erweckt“. Was als Installation, begleitet von einem Streicherensemble und dem Ticken und Schlagen der Uhrwerke, begonnen hat, entwickelt sich mit dem Öffnen des Raums zu einer vielschichtigen Tanzchoreographie. Deren Thema ist die Zeit, einmal als physikalisches Phänomen, zum anderen als der persönliche, biographische Aspekt eines jeden von uns. Die Zeit ist für uns zunächst Veränderung, denn nur so nehmen wir sie wahr. Die Zeit als Dauer, als Warten, das Zeit-Totschlagen. Später setzen sich die Tänzer direkt mit Rhythmus, Tempo, Langsamkeit, Stillstand auseinander, und mit deren Eingreifen in unsere Biologie. Zeit als Klang und als Bewegung. Und am Ende verklingt die Zeit als Erinnerung an ein vergangenes Leben. Es spielt, tanzt und singt das Ensemble des stadTheaters: Yunseo Choi, Salla Nieminen, Svetlana Smertin, Roman Komassa, Manfred Zalfen, Julia Rogozia, Björn Schwarze. Leitung Petr Manteuffel.

2016


 

 

AGAINST-TOGETHER, Performance zwischen Malerei, Hiphop und improvisierter Musik

 

KREUZKI RCHE KASSEL, LUISENSTRASSE 13, 34119 KASSEL

 

2014

 

HipHop gab es schon immer, nur hat jede Generation ihre Revolte anders genannt. Breakdance ist mittlerweile Alltagskultur, Rap gängiger Gesangsstil. Sieben Künstler und ein Tanzensemble unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Kulturen gehen bei dieser Performance der Revolte auf den Grund. Eine Gruppe Tanzschüler des Studios Dance United tanzen nach HipHop-Rhythmen. Als professioneller Tanzsolist agiert Damaso Leroy-Mendez, ein Kasseler Breakdancer der ersten Stunde und Mitbegründer des legendären Trios P.I.N.W.O.C. Ergänzt wird die Performance durch den Maler Björn Hübert, dessen großflächige Arbeiten zwischen Kalligrafie und Actionpaintig angesiedelt sind.  Gesamtkonzept und Leitung & Saxophon Petr Manteuffel .

Ayako Ito - Piano, Damaso Mendez Leroy - Solotanz, Tanzensemble des Studios Dance United - HipHop/Tanz, Ali Kiliç - Choreografie, Björn Hübert - Malerei, Kalligrafie, Christoph Kott - Schlagzeug

 

Camen im Blut - Theater und Flamenco

In Kooperation mit der Schauspielschule Kassel und der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Nordhessen werden zwei wiederentdeckte Komödien Prosper Mérimées aus dem tiefsten Spanien aufgeführt. (Mérimées Novelle "Carmen" diente als Vorlage für Bizets gleichnamige Oper, das Stück "Die Sakramentskarosse" als Vorlage für Jacques Offenbachs "La Périchole".)

Bei der von uns inszenierten Komödie "Himmel und Hölle" handelt es sich um eine DEUTSCHSPRACHIGE ERSTAUFFÜHRUNG. Die fromme und leidenschaftliche Donna Urraca steht zwischen ihrem Geliebten Don Pablo und ihrem Beichtvater Fra Bartolomeo.

Es spielen: Absolventen und Dozenten der Schauspielschule Kassel, die madrilener Sängerin und Tänzerin Cristina Losada, der Gitarrist Gilberto Gil, der Sänger El Rabia und die Tänzerin Milagros de la Fuente Fernandez. Regie: Petr Manteuffel

Vorher wird Mérimées Einakter "Afrikanische Liebe"  in der Inszenierung der Schauspielschule Kassel unter der Leitung von Andrea Tralles gezeigt.

2012

 

 

Edward Albee: Die Zoogeschichte

Der frühe Einakter des amerikanischen Erfolgsautors Edward Albee ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?") schildert die Begegnung zweier Männer - in unserer Fassung von Frauen gespielt, was übrigens der Geschichte eine zusätzliche Intimität und Brisanz verleiht - im New Yorker Central Park.

Die Verlegerin Kristin, die hier lediglich in Ruhe ein Buch hat lesen wollen, wird von der arbeitslosen Jerry in ein Gespräch verwickelt, muss sich verschiedene geschmacklose Details aus Jerrys Leben anhören und lässt sich zuletzt zu einem sinnlosen Kampf um die Parkbank aufstacheln.

Ein subtiles Lehrstück über Gewalt, kommunikative Gewalt. Wo beginnt sie? Mit welchen alltäglichen und nicht alltäglichen Kleinigkeiten? Und gegen wen wendet sie sich letztlich?

Regie: Petr Manteuffel

Schauspielerinnen: Jutta Gründler, Muege Yavas 

2011

 

 

Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen

Dramatisierung von Peter Manteuffel

Theodor Fontanes Roman „Irrungen, Wirrungen“ spielt in Berlin der Jahre 1876 und 1879. Er schildert die unstandesgemäße Liebesgeschichte der Näherin Lene Nimptsch mit dem Kürassieroffizier Baron Botho von Rienäcker.

Obwohl beide einander in aufrichtiger Liebe zugetan sind, ist ihre Verbindung aufgrund des Standesunterschieds sowie der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Familie Rienäcker zum Scheitern verurteilt.

Wenn auch die Gesellschaft heute durchlässiger geworden ist, bleibt diese Problematik nach wie vor relevant. Das eigentliche Thema - der Einfluss der Normen auf die intime Sphäre der Menschen - behält Gültigkeit.

Unsere Dramatisierung (ca. 70 min) konzentriert sich auf die wesentlichen Handlungsstränge und spürt dem ironischen Unterton von Fontanes poetischem Realismus nach.

Regie: Petr Manteuffel

Schauspieler: Kerstin Gasch, Stefan Marx

2010-2011

 

Franz Kafka: Ein Bericht für eine Akademie

Im Repertoire 2006 - 2008

„Hohe Herren von der Akademie! Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern, der Akademie einen Bericht über mein äffisches Vorleben einzureichen.“

Der Schimpanse Rotpeter schildert, wie er von einer Expedition der Firma Hagenbeck angeschossen, gefangen genommen und nach seinem Transport nach Europa innerhalb von fünf Jahren zum Menschen geworden ist, „mit der Durchschnittsbildung eines Mitteleuropäers“. Kafkas Groteske über die - im wahren Sinne des Wortes - conditio humana vereinigt in der bilderreichen und körperbetonten Inszenierung des stadTheaters komödiantische, an Buster Keaton erinnernde Elemente mit kafkaesken Sinnfragen.

Alexander Andrione absolvierte seine Ausbildung zum Clown, Pantomimen und Schauspieler in der Schweiz beim Clown Dimitri, in Tschechien bei Ctibor Turba und in London. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung als Clown und Comedy-Darsteller in verschiedenen Varietés in Deutschland und im Ausland zurück.

 

Goethe und Marianne von Willemer: Immer sehnt sich mein Herz nach Deinen Lippen

Im Repertoire 2004 - 2007

Textcollage von Petr Manteuffel aus dem "West-östlichen Divan", den Briefen Goethes und des Ehepaars Willemer und Goethes Gesprächen mit Eckermann.

Der fünfundsechzigfährige Goethe formte die dreißigjährige Marianne vor den Augen ihres Mannes zum Bild der Suleika, um mit ihr den Liebesdialog aus dem "West-östlichen Divan" zu erschaffen.

Marianne: "Sie fühlen und wissen genau, was in mir vorging, ich war mir selbst ein Rätsel; zugleich demütig und stolz, beschämt und entzückt, schien mir alles wie ein beseligender Traum, in dem man sein Bild verschönert, ja veredelt wiedererkennt..."

Die Probleme ließen nicht lange auf sich warten.

Mit Suleika-Liedern von Franz Schubert.

 

Ungarische Rhapsodie 1945

UngarischeR1.jpgTextcollage für zwei Schauspieler, arrangiert von Petr Manteuffel

2003

Eine Komitragödie aus den letzten Kriegstagen

 

 

 

 

 

 

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